Deutscher Krebspreis für Prof. Jessica Hassel

Unser langjähriges ADO- und Vorstandsmitglied Jessica Hassel wird mit dem Deutschen Krebspreis 2026 in der Kategorie „Klinische Forschung“ geehrt.

Seit vielen Jahren engagiert sie sich für die Entwicklung neuer Therapieprinzipien für Patient*innen mit fortgeschrittenem Hautkrebs und Aderhautmelanomen sowie für eine stärker patientenzentrierte Versorgung in der Dermatoonkologie. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Durchführung von klinischen Studien zum Einsatz innovativer Immuntherapien, die dazu beitragen RNA-Vakzinierungsstrategien sowie Therapieprinzipien für immunmodulatorische Krebsimpfstoffe und für den bispezifischen Wirkstoff Tebentafusp zu entwickeln. Darüber hinaus untersucht sie auch translationale Fragestellungen, die Forschungsergebnisse schneller in die klinische Praxis überführen sollen. So etablierte sie beispielsweise neue Liquid-Biopsy-Methoden für das Therapiemonitoring sowie verbesserte bildgebungsbasierte Kriterien zur Beurteilung des Therapieansprechens.

Ein besonderes Anliegen von Jessica Hassel ist zudem die Stärkung der Patient*innen in schwierigen medizinischen Entscheidungsprozessen.
Im PEF-Immun-Projekt entwickelte sie evidenzbasierte Entscheidungshilfen für Menschen mit Hautkrebs, die Betroffene dabei unterstützen, gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzt*innen informierte Therapieentscheidungen zu treffen. Diese Angebote stehen Patient*innen nun zur Verfügung und stärken die patientenzentrierte Versorgung in der Dermatoonkologie.

Die Feierliche Preisverleihung fand am 19. Juni 2026 in Berlin statt.

Im Namen der ADO gratulieren wir Frau Hassel zu dieser tollen Auszeichnung.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Jessica.

© Peter-Paul Weiler/DKG

Mehr zum Deutschen Krebspreis

Der Deutsche Krebspreis wird seit 1986 jährlich verliehen. Er ehrt Persönlichkeiten, deren Arbeit durch herausragende wissenschaftliche Qualität und Originalität sowie richtungweisende Innovationen in der Onkologie überzeugt.

Stifter des Deutschen Krebspreises sind die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Krebsstiftung (die Stiftung der DKG). Jede Kategorie ist mit 7.500 Euro dotiert – der Preis wird in vier Kategorien vergeben:

  • in der experimentellen onkologischen Grundlagenforschung (experimenteller Teil),
  • in der Transferforschung (Transfer experimenteller Grundlagenforschungsergebnisse in den klinischen Bereich – translationaler Teil),
  • in der Tumordiagnostik und -behandlung (klinischer Teil),
  • in der onkologischen Versorgungsforschung.