Geschichte der ADO

Bereits vor mehr als 50 Jahren wurde die Zunahme von malignen Hauttumoren bemerkt und die dermatologische Onkologie stellte zunehmend einen eigenständigen Schwerpunkt der dermatologischen Tätigkeit dar. Insbesondere die steigenden Inzidenzraten des malignen Melanoms führten 1983 zur Gründung und Etablierung des Zentralregisters Malignes Melanom unter der Leitung von Prof. C. E. Orfanos (Berlin). Sein Schüler Prof. C. Garbe (Tübingen) hat daran anknüpfend das Zentralregister mit jetzt über 100.000 registrierten Melanompatienten fortgeführt. Dieses Interesse an dermato-onkologischen Fragestellungen führte 1990 zu einer Ausweitung der Aktivitäten und der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO - http://ado-homepage.de/).

Gründungsmitglieder waren u. a. Prof. J. Petres, Prof. G. Burg, Prof. E. Breitbart, Prof. W. Tilgen und Prof. C. E. Orfanos.

Das verstärkte interdisziplinäre Arbeiten bedingte, dass die ADO als Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) gegründet wurde und zugleich aktive Arbeits-gemeinschaft innerhalb der DDG ist. Erster Vorsitzender war Prof. J. Petres (Kassel).

Beginnend ab dem Gründungsjahr 1990 wurden ADO-Jahrestagungen für Interessierte organisiert. Wesentlichster Bestandteil früher ADO-Jahrestagungen waren das Studientreffen mit der Teilnahme von vielen Klinikvertretern. In den ersten 5 Jahren war keine Gemeinnützigkeit beantragt, es gab noch keinen Briefkopf und keine Mitgliedsbeiträge. In der am 10.12.1994 in Berlin stattfindenden ADO-Vorstandssitzung unter der Leitung von Prof. C. Garbe wurde eine „Neukonstitution“ der ADO mit den Zielen beschlossen, die Mitgliedschaft in der ADO mit der Mitgliedschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft zu koppeln, und in der ADO klinische Studien durchzuführen. Es entstanden die noch heute gültige Satzung und Verfahrensregeln mit Aufnahme als Arbeitsgemeinschaft in die Deutsche Krebsgesellschaft, und bis Ende 1995 traten mehr als 300 Dermatologen der Deutschen Krebsgesellschaft bei.

Die ADO-Jahrestagung findet jetzt als Deutscher Hautkrebskongress zum 25ten Mal im September 2015 (http://www.ado-kongress.de/) statt, die mehr als 800 Teilnehmer nach München anziehen wird. Die ADO hat heute mehr als 560 registrierte Mitglieder, was der ADO einen festen Sitz im Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft ermöglicht hat. Auch internationale ist die ADO z.B. mit EADO, EORTC und ECOG stark vernetzt. Sie hat große klinische Studien zur adjuvanten und palliativen Therapie des Melanoms erfolgreich durchgeführt, und hat es unter anderem durch exzellente Publikationen im NEJM / JCO und die Präsenz z.B. auf dem ASCO, ESMO und den Fachgremien zu einer bedeutenden internationalen Anerkennung gebracht. Die internationalen Publikationen wurden unter dem Etikett „DeCOG“ (Dermatological Cooperative Oncology Group) veröffentlicht.

Auch die Deutsche Hautkrebsstiftung (http://www.hautkrebsstiftung.de) ist eine Initiative und Gründung von Mitgliedern des ADO-Vorstands (Kaufmann (Vorsitzender), Garbe, Schadendorf, Stadler, Tilgen); diese vergibt einen hochdotierten Preis, den Deutschen Hautkrebspreis, und fördert die Weiterbildung von Study Nurses.  

Mitglieder der ADO haben eine Reihe prominenter Auszeichnungen erhalten (u.a. Deutscher Krebspreis 7-mal seit 1995, Ernst von Leyden Preis des DKFZ (1990) Prof Breitbart, Karl-Heinrich Bauer Medaille der DKG 2015: Prof Tilgen) und sind stark in der Fort- und Weiterbildung sowohl national als auch international engagiert. Besonders hervorzuheben sind dabei World Congress on Melanoma (Juli 2013, Hamburg, Prof. C. Garbe und Prof. A. Hauschild), der jährlich stattfindende, englischsprachige post-Chicago Melanom-Kongress und wichtige Weiterbildungen wie das Curriculum „Medikamentöse Tumortherapie der ADO“. Die ADO ist aufgrund ihres anerkannt hohen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Engagement sowie ihrer Kompetenz mit Inhalten und Organisatoren/Sprechern fester Bestandteil im Programm der DDG-Tagungen als auch des Deutschen Krebskongresses mit zunehmendem Ausmaß; sie ist engagiert im UV-Schutzbündnis des BfS.

Ziele der ADO sind eine verbesserte Förderung, Aus- und Weiterbildung der Ärzte sowie eine qualitätsgerichtete und hochwertige medizinische Versorgung der Patienten.

Diese Ziele werden durch regelmäßige Fortbildungsangebote (Medikamentöse Tumortherapie, Deutscher Hautkrebskongress u. a.) als auch durch die Durchführung von klinischen Studien zu wissenschaftlich relevanten Fragestellungen erreicht.

Besonders hervorzuheben als Erfolge der letzten Jahre sind die Erstellung und Überarbeitung von Leitlinien für alle relevanten dermatologischen Tumore in einem interdisziplinären Konsensus. Für das Maligne Melanom (Prof. C. Garbe und Prof. D. Schadendorf) und für die Prävention und Früherkennung des Hautkrebses (Prof. E. Breitbart) wurden mit Förderung des Leitlinienprogramms von DKG, DKH und AWMF S3 Leitlinien erarbeitet und publiziert, nach einem Arbeitsprogramm von jeweils mehr als 3 Jahren und der Einbindung von ca. 50 interdisziplinären Fachvertretern. Weiterhin wurde die dermatologisch Onkologie durch die Etablierung einer Matrix der Qualitätssicherung für interdisziplinäre Hauttumorzentren mit Begutachtung durch die Deutsche Krebsgesellschaft stark verbessert, die im Rahmen eines externen Audits durch Fachexperten zur Qualifikation von mehr als 40 zertifizierten Hauttumorzentren einschließlich Österreich und der Schweiz geführt hat.

Die Arbeit in der ADO wird durch die Komitees (derzeit 12) maximal unterstützt und diese sind Kristallisationspunkte der aktiven Zusammenarbeit in allen Teilbereichen der Dermatologie.

Seit 2012 wird die Arbeit der ADO durch eine Geschäftsstelle, geleitet durch Frau Dr. C. Weber, strukturiert und gefördert.

Die Bedeutung der Dermatoonkologie hat in den letzten Jahren weiter zugenommen, was
u. a. auch durch die Einrichtung von entsprechend ausgestatteten Professuren an den Universitätskliniken sichtbar wird. Die ADO wird in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt legen auf die verstärkte Zusammenarbeit mit ihren Muttergesellschaften -  der DDG und der DKG - sowie der ADP, BVDD und DGDC, um Ziele, die im Nationalen Krebsplan (http://www.bmg.bund.de/praevention/nationaler-krebsplan.html) niedergelegt sind, für unsere Hauttumorpatienten flächendeckend umzusetzen.

Dirk Schadendorf
Korrespondenzanschrift:
Prof. Dr. med. Dirk Schadendorf
Klinik für Dermatologie
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstraße 55 45122 Essen
E-Mail: dirk.schadendorf@uk-essen.de

Vorsitzende und Ehrenmitglieder

Vorsitzende
1990 - 1992: Prof. Dr. med. Johannes Petres, Kassel
1992 - 1994: Prof. Dr. med. Günter Burg, Zürich
1994 - 2002: Prof. Dr. med. Claus Garbe, Berlin/Tübingen
2002 - 2010: Prof. Dr. med. Axel Hauschild, Kiel
seit 2010: Prof. Dr. med. Dirk Schadendorf, Essen


Ehrenmitglieder
seit 2000: Prof. Dr. med. Johannes Petres, Kassel
seit 2006: Prof. Dr. med. Wolfgang Tilgen, Homburg

ADO-Mitglieder als Träger des Deutschen Krebspreises

1995: Prof. Dr. Claus Garbe (klinischer Teil)
2003: Prof. Dr. Reinhard Dummer (translationaler Teil)
2004: Prof. Dr. Jürgen Becker (translationaler Teil)
2006: Prof. Dr. med. Gerold Schuler (translationaler Teil)
2008: Prof. Dr. Ph. D. (CDN) Peter Friedl (experimenteller Teil)
2010: Prof. Dr. Dirk Schadendorf (klinischer Teil)
2011: Prof. Dr. Axel Hauschild (klinischer Teil)

ADO-Geschichte in Schlaglichtern

2015
ADO, Prof. Berking

25. Deutscher Hautkrebskongress 2015 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 25. Deutsche Hautkrebskongress findet in München unter der Leitung von Prof. Dr. Berking statt.

2014
ADO, Prof. Kaufmann

24. Deutscher Hautkrebskongress 2014 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 24. Deutsche Hautkrebskongress findet in Frankfurt/Main unter der Leitung von Prof. Dr. Kaufmann statt.

2013
ADO, Prof. Schadendorf

23. Deutscher Hautkrebskongress 2013 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 23. Deutsche Hautkrebskongress findet in Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Schadendorf statt.

2012
ADO, Prof. Gutzmer

22. Deutscher Hautkrebskongress 2012 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 22. Deutsche Hautkrebskongress findet in Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Gutzmer statt.

Kongressprogram ansehen.

2011
ADO, PD. Kaatz

21. Deutscher Hautkrebskongress 2011 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 21. Deutsche Hautkrebskongress findet in Weimar unter der Leitung von PD. Dr. Martin Kaatz statt.

 

Kongressprogramm ansehen.

2010
ADO, Prof. Hauschild

20. Deutscher Hautkrebskongress 2010 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 20. Deutsche Hautkrebskongress findet in Kiel unter der Leitung von Prof. Axel Hauschild statt.

 

Kongreßbericht zum 20. Deutschen Hautkrebskongress in Kiel

2009
ADO,Prof. Mauch

19. Deutscher Hautkrebskongress 2009 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 19. Deutsche Hautkrebskongress findet in Köln unter der Leitung von Prof. Cornelia Mauch 24.09 – 26.09.2009 vom statt.

2008
ADO, Prof. Sterry

18. Deutscher Hautkrebskongress 2008 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 18. Deutsche Hautkrebskongress findet in Berlin unter der Leitung von Prof. Wolfram Sterry und PD. Uwe Trefzer vom 25.09 – 27.09.2007 statt.

2007
ADO, Prof. Landthaler

17. Deutscher Hautkrebskongress 2007 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 17. Deutsche Hautkrebskongress findet in Regensburg unter der Leitung von Prof. Michael Landthaler vom 20.09 – 22.09.2007 statt.

2006
ADO, Prof. Brockmeyer

16. Deutscher Hautkrebskongress 2006 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Die 16. Jahrestagung findet in Bochum unter der Leitung von Prof. Norbert Brockmeyer und Prof. Peter Altmeyer vom 28.09. – 30.09.2006 statt.

2005
ADO, Prof. Gollnick

15. Deutscher Hautkrebskongress 2005 und Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Der 15. Deutsche Hautkrebskongress findet in Magdeburg unter der Leitung von Prof. Harald Gollnick und PD. Jens Ulrich vom 29.09 – 01.10.2005 vom statt.

2004
ADO, Prof. Volkenandt

14. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Die 14. Jahrestagung findet in München unter der Leitung von Prof. Matthias Volkenandt vom 21.09. – 23.09.2004 statt.

2003
ADO, Prof. Garbe

13. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Die 13. Jahrestagung findet in Tübingen unter der Leitung von Prof. Claus Garbe vom 25.09. – 27.09.2003 statt.

2002
ADO, Prof. Linse

12. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Die 12. Jahrestagung findet in Erfurt unter der Leitung von Frau Prof. Ruthild Linse vom 26.09. – 28.09.2002 statt.

2001
ADO, Prof. Pehamberger

11. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie
Die 11. Jahrestagung findet in Wien unter der Leitung von Prof. Hubert Pehamberger vom 27.09. – 29.09.2001 statt.

1999
ADO, Eichmüller und Papavassilis
Stefan Eichmüller (links) und Charis Papavassilis (rechts) auf der ADO-Jahrestagung 2004

Die erste Homepage der ADO geht online
Die erste Homepage der ADO geht online (Webmaster: PD Dr. rer. nat. Stefan Eichmüller, DKFZ Heidelberg)

1991
ADO,Prof. Petres

1. Jahrestagung
Der 1. Jahrestagung findet in Kassel unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Petres statt.

1990
ADO,Prof. Petres

Gründung der ADO
Eine Ausweitung der Aktivitäten erfolgte 1990 mit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie innerhalb der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, deren erster Vorsitzender J. Petres, Kassel war.

1980 – 1983
ADO, Prof. Orfanos

Zentralregister Malignes Melanom
Bereits zu Beginn der 80er Jahre berief deshalb die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) eine Kommission Malignes Melanom unter dem Vorsitz von C. E. Orfanos, Berlin, und 1983 wurde das Zentralregister Malignes Melanom der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft gegründet.

1970 – 1979

Zunahme der Hautkrebserkrankungen weltweit
Mit der stetig steigenden Zunahme der Hautkrebse und insbesondere des malignen Melanoms bildete die dermatologische Onkologie seit den 70er Jahren einen eigenständigen Schwerpunkt der dermatologischer Tätigkeit mit wachsender Bedeutung.

ADO | Geschäftsstelle • Science Park 2 • 66123 Saarbrücken • Telefon 0681 9358 4218 • E-Mail: geschaeftsstelle@ado-homepage.de

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